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Jahr |
1988 | Archiv |
FAB | ||
Abbildung |
1988-mfde-s-bahn-bauarbeiten-presse-01.jpg | ||||
Bezeichnung |
1988-05-25 - "Buddeleien auf der S-Bahn-Linie" | ||||
Volltext |
25.05.1988 Berliner Morgenpost Strecke Marienfelde-Lichtenrade im August und September geschlossen Buddeleien auf der S-Bahn-Linie TEMPELHOF Die Lichtenrader S-Bahn-Kunden brauchen nun doch nicht ein ganzes Jahr auf ihre bequeme Verkehrsverbindung zu verzichten. BVG und Baufachleute haben sich jetzt darauf geeinigt, den Betrieb zwischen Marienfelde und der Endstation im Süden nur für etwa acht Wochen - von August bis Anfang Oktober - zu schließen. Alle anderen Ausbauarbeiten, die für eine doppelt so schnelle Zugfolge wie bisher nötig sind, sollen bei laufendem Betrieb erledigt werden. Wie berichtet, will die BVG ihren Service auf der Linie Frohnau -Lichtenrade durchgehend auf einen Zehn-Minuten-Takt erweitern. Weil auf dem letzten Stück nur ein Gleis zu befahren ist, können die Züge jetzt nur alle zwanzig Minuten von Lichtenrader über die Buckower Chaussee nach Marienfelde - und umgekehrt - fahren. Für diesen Ausbau müssen etwa 65 bis 70 Millionen Mark ausgegeben werden, von denen der größte Teil aus Bundesmitteln stammt. Dafür soll dann Mitte der neunziger Jahre eine moderne und komfortable Verkehrsader zwischen dem äußersten Norden in Frohnau und dem Südzipfel Berlins in Lichtenrade angeboten werden können. Außer dem Einbau eines zweiten Gleises sind nicht nur die Modernisierung der Bahnhöfe Mariendorf und Buckower Chaussee, sondern auch die Errichtung einer nagelneuen Station am Schichauweg in Lichtenrade geplant. Dort führt seit wenigen Jahren eine Brücke über die Straße. Aus Kostengründen und weil der Bedarf damals noch nicht bestand, wurde sie nur eingleisig gebaut. Für die jetzt benötigte zweite Trasse sind umfangreiche Begradigungsarbeiten an den Böschungen in Höhe der Kettinger Straße nötig. Der neue Bahnhof soll an beiden Seiten des Schickauweges durch Fußgängerbrücken zu erreichen sein, die sowohl an der Kettinger Straße als auch an der Wunsdorfer Straße über die Gleise führen werden. Natürlich sind Fahrtreppen und Aufzüge für Rollstuhlfahrer in dem Projekt vorgesehen. Der benachbarte Schrottplatz soll verschwinden. Dafür legt das Tempelhofer Bauamt dort einen Park-and-Ride Platz für Autofahrer an, die hier vom eigenen Wagen auf die S-Bahn umsteigen wollen. Bahnhof Marienfelde macht Kopfzerbrechen Zum Bahnhof Buckower Chaussee, zur Zeit eigentlich nur ein ungemütliches Provisorium, sollen künftig Rampen und Treppen führen. Auch hier wird behindertengerecht gebaut. Außerdem wird der westliche Teil umgestaltet und die ganze Station überdacht, ein Betriebshäuschen soll ebenfalls errichtet werden. „Schwierigkeiten bereitet uns in dieser Hinsicht nur der Bahnhof Marienfelde", erläutert Tempelhofs Baustadtrat Wolfgang Krueger. „Er ist zu schmal. Und die Experten basteln noch an einer Lösung herum, wie man auch hier Behinderten den Zugang erleichtern könnte." In Lichtenrade sind ebenfalls grundsätzlich zur Legung des zweiten Gleises Arbeiten nötig: Dort muß eine Umstellung des Stellwerks vorgenommen werden. Hinter den Kulissen wird an der Strecke nach Lichtenrade schon seit Monaten gewerkelt. Dort werden Rodungs- und Sanierungsarbeiten erledigt, bevor man an den eigentlichen technischen Ausbau gehen kann. Wenn der Betrieb im August eingestellt werden muß, will die BVG ihren Fahrgästen einen Pendelverkehr mit Bussen anbieten. Unbequem für Autofahrer: Die Schrankenanlage an der Buckower Chaussee bleibt weiterhin bestehen. Chris Sommer | ||||
Quelle |
Berliner Morgenpost | ||||
Publikation |
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